Kfz-Verkehrsstrafen




Wer sich in Deutschland über angeblich zu hohe Bußgelder und zu penibles Verhalten der Polizei ärgert, sollte besser keinen Urlaub in Italien machen. Das südeuropäische Land geht knallhart gegen Verkehrssünder vor und hat in vielen Bereichen deutlich höhere Strafen als die Bundesrepublik Deutschland. Im schlimmsten Fall drohen Gefängnis oder Beschlagnahmung des eigenen Wagens.

Da von den Bestimmungen inländische und ausländische Fahrer gleichermaßen betroffen sind, sollte man beim Autofahren, sowohl mit dem eigenen Auto als auch mit einem Mietwagen, besondere Vorsicht walten lassen und sich immer an bestehende Verkehrsregeln in Italien halten.
Es fängt mit den Tempolimits in Bella Italien an: Wer die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit in Italien um mindestens 40 km/h überschreitet, muss mit einer Strafe von bis zu knapp 1.500 Euro rechnen, zusätzlich wird das Vergehen mit einem Führerscheinentzug von im schlimmsten Fall drei Monaten geahndet. Auch Ausländern ziehen die italienischen Polizisten den Führerschein ein, er wird dann ins benachbarte Österreich geschickt, wo man sich wieder hinters Steuer setzen kann, das Fahrverbot in Italien bleibt für die festgelegte Dauer aber bestehen. Wenn die Höchstgeschwindigkeit jedoch um mehr als 60 km/h überschritten wird, sind Strafen bis zu 2.000 Euro möglich, die Fahrerlaubnis für Italien wird dem Raser dann sogar für ein halbes Jahr entzogen.

Deutlich schlimmer kommt es aber für Fahrer, die ihr Auto alkoholisiert lenken, denn in diesem Fall wird die Fahrerlaubnis bei 0,5 bis 0,8 Promille drei bis sechs Monate entzogen, es folgen 500 bis 2.000 Euro Strafe. Liegt die Alkoholisierung zwischen 0,8 und 1,5 Promille, sind sogar Strafen von bis zu 3.200 Euro vorgesehen, während der Führerschein im schlimmsten Fall 12 Monate eingezogen wird. Bei einer Alkoholisierung von mehr als 1,5 Promille ist sogar mit einer Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr zu rechnen. Sollte durch die Alkoholisierung ein Unfall entstanden sein, wird das Fahrzeug zusätzlich 90 Tage von der Polizei beschlagnahmt.

Aber selbst anscheinend geringe Vergehen werden in Italien mit ordentlichen Geldbußen geahndet. Wer mit dem Handy am Ohr erwischt wird, während er fährt, muss bis zu 594 Euro Strafe einplanen, bei einem weiteren Mal Telefonieren während der Fahrt wird sogar der Führerschein für ein bis drei Monate von der Polizei einbehalten.